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| Vertrauensmanagement in der Praxis |
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Vertrauen: Die Paradoxie der KundenbeziehungSo oft, wie Vertrauen in Geschäftsbeziehungen erwähnt wird und als unerlässlich angesehen wird, müsste man annehmen, dass es sich um ein bestens erforschtes Gebiet handelt. Das Gegenteil ist der Fall. Zwar gibt es einige psychologische und soziologische Theorien und Laborversuche zu Vertrauen, aber wir sind noch weit davon entfernt, eine wirklich griffige Theorie des Vertrauens im geschäftlichen Umfeld zu besitzen. Ein weiteres Paradoxon: Vertrauen widerspricht vielen Grundsätzen kaufmännischen Handelns und ist doch unerlässlich im Business:
Wie kann Vertrauen dann in Geschäftsbeziehungen so wichtig sein? Und vor allem wie können Vertrauensbeziehungen gemanaged werden? Vertrauen, ein besonderes GutVertrauen ist eines der am schwierigsten wissenschaftlich und praktisch zu erfassenden Elemente einer Beziehung, egal ob es sich um Kunden- oder Mitarbeiterbeziehungen oder um Beziehungen im privaten Umfeld handelt. Das mag einer der Gründe sein, warum Vertrauen seit der Antike immer wieder Philosophen und Wissenschaftler beschäftigt hat, aber es bisher zu keinem umfassenden Entwurf des Vertrauensmanagements gekommen ist. Vorab sollen daher ein paar Charakteristika von Vertrauen dargestellt werden. Ein ungleiches Paar: Vertrauen und MisstrauenMisstrauen ist nicht nur das Gegenteil von Vertrauen, sondern gleichzeitig auch sein funktionales Äquivalent. Sowohl derjenige, der vertraut, als auch derjenige, der misstraut, genießt den Vorteil, nicht mehr ständig abwägen zu müssen. Sowohl Vertrauen als auch Misstrauen sind Zustände, die das Denken entlasten und die sich selbst verstärken. Misstrauen ist in diesem Zusammenhang wesentlich problematischer, so dass eine Aufgabe von Vertrauensmanagement ist, Misstrauen vorzubeugen. In der Praxis bedeutet das: Egal ob Vertrauen oder Misstrauen vorliegt, der Kunde hat seine Entscheidung für oder gegen ein Geschäft bereits getroffen, auch wenn er es noch nicht weiß. Daher ist Vertrauenswürdigkeit ein hohes Gut sowohl in der Markenführung als auch im direkten Kundenkontakt. VertrauenswürdigkeitVertrauenswürdigkeit setzt sich angelehnt an verschiedene Wissenschaftler aus drei Komponenten zusammen:
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